EDU AG - Katalog: Bora Magazin

DIE HOHE  KUNST,  einfach gut zu sein Servierplatten serviert, von denen sich jeder selbst bedient.“ Ja, es wird klar: Obwohl eines ihrer Gerichte bei „Game of Chefs“ für das eines Sternekochs gehalten wurde, ist ihr das Produkt wichtiger als der ganze kulinari- sche Sternenhimmel. Ihr Anspruch ist es, Küche auf höchstem Niveau zu bieten. Aber ohne steife Servietten, steife Minen und steife Atmosphäre. Es ist jedoch an der Zeit zu erwähnen, dass Vroni noch einen weiteren Job hat. Sie ist Kö- chin des Radsportteams BORA – hansgrohe. Zur Unternehmensphilosophie von BORA gehört es, auch kreativen Quereinsteigern eine so verantwortungsvolle Position anzu- vertrauen. Wie BORA durch seine Produkte die Küchenarchitektur revolutionierte, so stellt auch Vroni Bestehendes immer wieder in Frage. Sie hat den Mut, Gerichte neu zu denken und umzusetzen. Sie macht selbst- bewusst ihr eigenes Ding. Und das mit Erfolg. Wenn sie von den Radsportstars des Teams BORA – hansgrohe spricht, dann sagt sie „meine Jungs“. Mit ihrer unkomplizierten Art ist Vroni sehr beliebt bei den Sportlern. Und hat sich in kurzer Zeit höchsten Respekt verschafft. Auch, weil sie weiß, was „ihre Jungs“ nach einem Rennen brauchen, bei dem sie zwischen 6.000 und 8.000 Kalorien verbrennen. „Die sitzen sechs Stundn am Radl, die solln si drauf frein, was sie auf d’Nacht zu essen kriagn“, sagt Vroni in ihrem charmanten Chiemgauer Dialekt. Sie versteht es, mit ihren Kreationen eine Balance aus gesunder und genussreicher Ernährung zu zaubern. „Das schmeckt ja wie im 3-Sterne-Innerhalb weniger Jahre startete die dynamische Chiemgauerin Veronika Lutz als Köchin voll durch. Was sie kann, hat sie sich zum größten Teil selbst beige- bracht. Und davon profitieren jetzt auch die Radsportler von BORA – hansgrohe. Als Teamkö- chin sorgt sie für gesunde, aber gleichzeitig genussreiche Kost. Es war im April 2015, als eine junge Frau im karierten Holzfällerhemd in der TV-Kochshow „Game of Chefs“ auftauchte. So frisch und natürlich wirkte sie, dass sich die ganze Fern­ sehnation in sie verliebte. Und als einzige Amateurköchin schaffte es Veronika Lutz im Finale auf den dritten Platz. „Vielleicht ist das meine Art, mit Stress umzugehen, dass ich locker bin und viel rede“, sagt Vroni, wie sie alle nennen. „Nervös war ich nur ein paar Minuten lang. Dann hab ich all die Kameras ringsum vergessen und wär beinahe im Eifer des Gefechts über eine drübergestolpert.“ Wir treffen die 34-Jährige in ihrer Heimat­ gemeinde Riedering im Chiemgau. Und sind von der ersten Minute an überwältigt von der Energie, die Vroni ausstrahlt. Drei Kinder hat sie, „zwei Mädchen und einen Buben“. Deren Betreuung wäre eigentlich schon ein Vollzeitjob. Aber gleichzeitig kümmert sie sich im Moment um eine Baustelle nahe ihrem Wohnhaus. Dort entsteht nach Vronis Vorstellungen ein Tagescafé. Im kommenden Jahr möchte sie es eröffnen. Und damit geht für sie ein großer Traum in Erfüllung. „Es wird Frühstück geben, am Mittag gesunde Snacks und Sandwiches und nachmittags ganz klas- sisch Kaffee und Kuchen“, erzählt sie. Einmal in der Woche aber möchte sie auch am Abend öffnen. Und einer überschaubaren Zahl von vielleicht 20 Gästen ein 6-Gänge-Menü servieren. Aber das im Vroni-Stil, ganz ohne Chichi. „Die Leute sollen an einem langen Tisch sitzen, miteinander plaudern, Spaß haben. Und das Essen wird auf großen, alten Fotos B R I A N H O D E S , L U K A S J A H N Text M A R T I N F R A A S Vroni Lutz, Teamköchin bei BORA – hansgrohe, schätzt in der Küche Klar- heit auf höchstem Niveau. Ein perfektes Gericht muss für sie schnörkellos sein. Der Geschmack ist es, der für sie zählt. B O R A M A G A Z I N 6 5 6 4 B O R A M A G A Z I N P O R T R A I T E R L E B E N E R L E B E N P O R T R A I T

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